„Brand unklare Lage – starke Rauchentwicklung, eine Person vermisst“. Mit dieser prekären Einsatzmeldung wurden die Teilnehmer der Freitagsübung am 04. September zur Tischlerei Breitwieser gerufen. Die 29 Übungsteilnehmer hatten daraufhin alle Hände voll zu tun, die simulierte Lage unter Kontrolle zu bringen.
Bei der Erkundung wurde ein Brand im Bereich des Sägewerkes festgestellt. Ein vermisster Arbeiter wurde in einem verrauchten Kellergeschoss unterhalb der Produktionsstätte vermutet. Der Atemschutztrupp des Tanklöschfahrzeuges startete unverzüglich einen Innenangriff zur Lokalisierung und Rettung der vermissten Person. Herausfordernd war der Zugang in das Untergeschoss, denn die vorhandene Öffnung bot gerade genug Platz, dass sich die Atemschutzgeräteträger durchpressen und über eine Leiter absteigen konnten. Nach erfolgter Lokalisierung der bewusstlosen Person, musste diese über den erwähnten engen Zugang ins Freie gebracht werden, was mithilfe eines Spineboards und zusätzlicher Manpower erfolgreich bewerkstelligt wurde.
Parallel zu den Rettungsmaßnahmen wurde eine Einsatzleitstelle zur Koordinierung der Kräfte aufgebaut, ein Atemschutz-Rettungstrupp bereitgestellt und eine über 300m lange Zubringerleitung von einem Löschwasserbehälter aufgebaut, wozu auch die Querung der L1312 mit entsprechenden Verkehrssicherungsmaßnahmen notwendig war.
Zur Brandbekämpfung wurden ein Rohr im Innenangriff und zwei Rohre im Außenangriff vorgenommen. Fiktiv wurden durch die Einsatzleitung aufgrund des Brandausmaßes und der Ausbreitungsgefahr weitere Einsatzkräfte der Alarmstufe 2 hinzugezogen und entsprechende Aufgaben zugeteilt.
Nach rund 40 Minuten galten die gesteckten Übungsziele als erreicht und es konnte zu den Aufräumarbeiten und der Nachbesprechung übergegangen werden. Ein herzliches Dankeschön ergeht an dieser Stelle an unseren Kameraden Horst Breitwieser für die Übungsörtlichkeit und die Verköstigung im Anschluss an die Übung.