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Übung und Ausbildung

Großangelegte Herbstübung bei landwirtschaftlichem Objekt

FF Roitham zur Übersicht

Am Nachmittag des 3. Oktober fand die diesjährige Herbstübung der Freiwilligen Feuerwehr Roitham statt. Erstmals wurde dabei die höchste Alarmstufe 3 ausgerufen und mit rund 120 Einsatzkräften der Ernstfall beim Brand eines landwirtschaftlichen Objektes geübt.

Übungsalarm und Erstangriff

Um 15:00 Uhr erfolgte die Übungsalarmierung der FF Roitham durch die Landeswarnzentrale. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte berichtete der Objekteigentümer von einem lauten Knall im Heizraum, in dem Wartungsarbeiten durchgeführt worden waren. Dichter Rauch drang aus den Räumlichkeiten, zudem hatte sich das fiktive Brandgeschehen bereits auf den Dachstuhl des Anwesens ausgebreitet. Neben dem Heizungstechniker galten drei weitere Personen im Wirtschaftstrakt als vermisst.

Die Besatzung des TLF Roitham leitete umgehend einen Innenangriff unter schwerem Atemschutz ein. Ziel war die Rettung des vermissten Technikers sowie die Brandbekämpfung. Parallel dazu wurde zunächst auf Alarmstufe 2 und kurze Zeit später auf Alarmstufe 3 erhöht. Dadurch wurden acht weitere Feuerwehren sowie Kräfte zur Einsatzführungsunterstützung und eine Drohneneinheit alarmiert.

Eine erste Zubringerleitung vom nächstgelegenen Löschwasserbehälter wurde durch die beiden Pumpenfahrzeuge der FF Roitham über eine Strecke von rund 280 Metern aufgebaut. Zusätzlich wurden C-Rohre im Außenangriff zum Schutz des Wohnhauses vorgenommen.

Abschnittsbildung und Personenrettung

Im Kommandofahrzeug wurde eine Einsatzleitstelle eingerichtet, die gemeinsam mit den Kräften der EFU betrieben wurde. Die Drohne der FF Laakirchen unterstützte die Einsatzleitung bei der Lageführung aus der Luft.

Aufgrund des Ausmaßes des Einsatzes und der erforderlichen zusätzlichen Zubringerleitungen wurde die Einsatzstelle in die Abschnitte Ost und West unterteilt und entsprechende Abschnittsleiter eingesetzt.

Die ersten nachrückenden Einsatzkräfte unterstützten den Innenangriff bei der Personenrettung. Insgesamt kamen vier Atemschutztrupps zum Einsatz. Eine Person musste dabei in Zusammenarbeit mit der Drehleiter gerettet werden.

Zusätzlich waren eine Gasflasche sowie ein größerer Dieselkanister aus dem Gefahrenbereich ins Freie zu bringen.

Die vier verletzten Personen wurden vom Roten Kreuz, das mit zwei Fahrzeugen vor Ort war, versorgt. Dabei unterstützten auch Feuerwehr-Ersthelfer die medizinische Versorgung.

Umfassender Löschangriff

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Um ausreichend Löschwasser für den notwendigen Außenangriff bereitzustellen, wurden zwei weitere Zubringerleitungen aufgebaut. Dafür kamen insgesamt vier Tragkraftspritzen zum Einsatz.

Damit konnte ein umfassender Löschangriff durchgeführt werden. Neben der Brandbekämpfung über die Drehleiter wurden auch vier C-Rohre und zwei B-Rohre eingesetzt.

Übungsziele erreicht

Nach weniger als einer Stunde waren sämtliche Übungsziele erreicht und die Aufräumarbeiten konnten beginnen.

Im Anschluss fand unter den Führungskräften eine Nachbesprechung statt. Die Übungsbeobachter, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Thomas Dreiblmeier und Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Jürgen Weißmann, gaben dabei wertvolles Feedback und Hinweise zur Übung.

Zum Abschluss wurden alle Teilnehmer im Feuerwehrhaus mit Gulasch und Getränken versorgt.

Dank an alle Beteiligten

Ein herzliches Dankeschön gilt der Familie Cramer für die Zurverfügungstellung des Übungsobjektes, den Statisten, allen teilnehmenden Feuerwehren, dem Roten Kreuz sowie den Übungsorganisatoren, Dokuteam und der Versorgung.

Die Herbstübung zeigte eindrucksvoll die Bedeutung einer gut koordinierten Zusammenarbeit aller eingesetzten Kräfte und bot eine wertvolle Möglichkeit, die Abläufe bei einem größeren Schadensereignis unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.