Im Rahmen der Freitagsübung am 10. Juli stand gemeinsam mit der FF Stadl-Paura eine anspruchsvolle Einsatzübung auf der Traun am Programm. Als Übungsszenario wurde ein Schlauchbootunfall mit mehreren verletzten Personen bei der Wehranlage des Kraftwerks Kemating angenommen – angesichts der starken Freizeitnutzung dieses Traunabschnitts ein durchaus realistisches Einsatzbild.
Nach dem Eintreffen verschaffte sich Einsatzleiter BI Christopher Reiter vom Steg der Wehranlage einen ersten Überblick. Dabei konnten drei verletzte Personen lokalisiert werden, die sich über eine Strecke von rund 200 Metern an unterschiedlichen Positionen befanden. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der verschiedenen Zugangswege wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet.
Im Unterwasserbereich kamen jeweils eine Zille der FF Roitham und der FF Stadl-Paura zum Einsatz. Gemeinsam fuhren die Besatzungen eine abgetriebene, bewusstlose Person auf einer Schotterinsel an, führten die Erstversorgung durch und brachten sie anschließend sicher ans Ufer.
Im Oberwasserbereich standen eine weitere Zille der FF Roitham sowie das Rettungsboot der FF Stadl-Paura im Einsatz. Die Zille nahm eine verletzte Person auf, die sich beim Eintreffen mit einer Brustkorbverletzung noch im Wasser befand, und transportierte sie über den Wasserweg zum fiktiven Übergabepunkt an den Rettungsdienst.
Die dritte Person war über die Wehranlage abgestürzt und auf einer Betonfläche zum Liegen gekommen. Nach der Erstversorgung und Immobilisierung durch Kräfte des Feuerwehr-Medizinischen-Dienstes wurde die verletzte Person mittels Korbtrage bis zum Staubereich getragen. Dort übernahm das Rettungsboot der FF Stadl-Paura den weiteren Abtransport.
Bereits 40 Minuten nach Eintreffen waren alle drei Personen gerettet und damit das Übungsziel erreicht.
Im Anschluss fand im Feuerwehrhaus Roitham eine Nachbesprechung statt. Übungsleiter OBI Philip Kathrein zog dabei eine durchwegs positive Bilanz und hob insbesondere die reibungslose Zusammenarbeit aller eingesetzten Kräfte hervor.
Ein herzlicher Dank gilt den Kameraden der FF Stadl-Paura für die ausgezeichnete Zusammenarbeit, den Statisten für ihre Unterstützung sowie der Energie AG für die Möglichkeit, die Übung im Bereich der Wehranlage durchführen zu dürfen.
An der Übung nahmen insgesamt 42 Personen mit sieben Fahrzeugen und vier Booten teil.